Hirschhorn

Lebendiger-Neckar-Hirschhorn

Lebendiger Neckar hoch drei!

Der diesjährige Aktionstag Lebendiger Neckar wurde seinem Namen in diesem Jahr mehr als gerecht. Nicht nur, dass es am Neckarufer sehr „lebendig“ zuging. Hohe Temperaturen und Sonnenschein machten den Neckar zum beliebten Spielgefährten. So wurde der Sonntag quasi in drei Dimensionen am, auf und im Neckar gefeiert. „Besser geht’s nicht“, so der Tenor auf der Bootslip-Anlage.

Nach dem Weinfest am Samstag ließen es die Hirschhorner am Aktionstag Lebendiger Neckar etwas ruhiger angehen. Aber spätestens um die Mittagszeit begann der Besucherstrom anzuschwellen. Genau wie im Vorfeld angekündigt, entwickelte sich der Sonntag zum einem richtigen Familientag. Am Stand des Gewerbevereins gab es alle Zutaten für ein Sonntagsfrühstück: Frischer Kaffee und hausgemachten Kuchen, den freundliche Helfer für diesen Tag gespendet hatten. Dort gab es auch von der städtischen Tourist-Information Infomaterialien zur Stadt selbst und Hilfestellung für die Radler auf ihrem Weg. Die passende gemütliche Musik für den Hintergrund lieferte die rund 20 Mann und Frau starke Feuerwehrkapelle der Stadt Beerfelden, später abgelöst von den King-Brothers, die musikalisch unterhaltsam den Nachmittag bestritten.

Das Gelände der Bootslip-Anlage hatte sich in diesem Jahr zu einem echten Erlebnispark für Kinder entwickelt, der angesichts der hohen Temperaturen kurzerhand auch auf und in den Neckar ausgeweitetwurde. Mit großem Eifer machten die gößeren unter den Kindern ihre ersten Paddel-Versuche in Einer-, oder Zweier-Kajaks, die der Skiclub Hirschhorn zur Verfügung gestellt hatte. Wer im Boot keinen Platz mehr fand, stürzte sich kurzerhand in die Fluten, selbstverständlich streng und aufmerksam bewacht von den Fachleuten der DLRG. Deren Einsatzboote waren ebenfalls begehrt für Ausflüge auf den Neckar. Mit ernstem Blick und sicher an der Hand von Mama und Papa absolvierten die Kleinen ihre erste Fahrt „unter Einsatzbedingungen“.

Eine andere Bootsfahrt hatte das Langbein-Museum im Angebot: kleine aus recyceltem Blech gestanzte Boote, die von einer kleinen Kerze angetrieben wurden. Der Sound, der dabei entsteht, ist namensgebend: Knatterboote. „Wo ist denn da die Batterie“, fragte eines der Kinder und ließ sich neugierig erklären, wieso diese Boote ganz ohne Elektrik und IT auskommen. Es war ein Heidenspaß auch für die Väter, die sich gleich ein solches Boot für später sicherten. Große Augen machten die Kinder auch am Stand von Kampfhus. Dort durften sie ihre Geschicklichkeit mit dem Schwert unter Beweis stellen und lernten, wie früher die „echten“ Kämpfe ausgefochten wurden.

Hoch zu Ross, Tiger oder Löwen ging es nebenan zu, wo die Kinder auf großen Plüschtieren über das Gelände reiten durften. Es bedurfte schon einer gewissen Geschicklichkeit und Ausdauer, um etwas Strecke zu machen. Die Kleinen wehrten sich jedoch vehehemt gegen jegliche „Starthilfe“.

Für die Sprösslinge war also in jeder Hinsicht gesorgt. Auch die Erwachsenen kamen auf ihre Kosten: Mit interessanten Zeitungsberichten und Fotos informierte Dr. Ulrich Spiegelberg am Stand des Langbein-Museums über die Hochwasser der letzten 100 Jahre. Eindrucksvoll die authentischen Zeitungsberichte und so mancher erinnert sich noch an die Bilder aus 1993, als der Neckar bis weit in die Altstadt vordrang. So lebendig wünscht man ihn sich nicht mehr.

Ein erfrischender Wind milderte zwar die beißende Sonne am Nachmittag, war für die Pavillons teilweise eine echte Gefahr, wie die Standbesetzung von Casa Reha erfahren musste. Ihr Pavillon musste „vom Winde verweht“ durch einen anderen Schattenspender ausgetauscht werden.

Schließlich landeten die hungrigen Gäste beim FC Hirschhorn, wo sie zu Stoßzeiten zuweilen in Schlangen geduldig auf die frische Currywurst oder ihren Wurstsalat mit Pommes warteten. Manch einer nahm nebenan bei Bootsclub ein frischen Frischbrötchen als schnelle „Zwischenmahlzeit“. Am Weinstand des Gewerbevereins herrschte am Nachmittag wieder großer Andrang und viele Gäste freuten sich über die Gelegenheit, Rebsorten wie Silvaner oder Rivaner kennenzulernen. Größten Zuspruch fand der badische Spätburgunder Rosé, der gut gekühlt schon optisch eine wunderbare Erfrischung versprach. Die Kombination mit Spundekäs erwies sich als ideal.

Der Aktionstag Lebendiger Neckar hat in Hirschhorn seinem Namen abermals alle Ehre gemacht. Dank einer reibungslosen Zusammenarveit der Vereine und dem großen Engagement vieler freiwilliger Helfer. Ein großes Dankeschön gilt dem Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt Hirschhorn, Lothar Wieder, der sein Wochenende in den Dienst des Lebendigen Neckars gestellt hat und so wesentlich zum Gelingen beitrug.

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